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Am Samstag fand im kleinsten Ortsteil der Gemeinde Extertal, in Göstrup, eine Friedensdemonstration am dortigen Ehrenmal statt. Veranstalter war die Dorfgemeinschaft Göstrup e.V. Es wurde ein Zeichen der Solidarität mit den mutigen Menschen in der Ukraine gesetzt. Über 50 Teilnehmer spiegelten wider, wie groß das Bedürfnis ist, nicht nur besorgt die Nachrichten zu verfolgen, sondern aktiv auf den brutalen und menschenverachtenden Krieg des russischen Aggressors Putin hinzuweisen. Als Gäste der Kundgebung sprachen Pastor Horst-Dieter Mellies aus Lüdenhausen und die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge.

 

Kerstin Vieregge unterstrich, dass es sich bei diesem Krieg nicht nur um die Ukraine handelt, sondern um den Konflikt zweier gegensätzlicher Weltanschauungen. Eine Entscheidung zwischen Rechtsstaatlichkeit und dem Recht des Stärkeren, zwischen demokratischen Verhältnissen mit Meinungs- und Pressefreiheit und unabhängigen Gerichten und einem autokratischen Regime, in dem solche Freiheiten gewaltsam unterdrückt werden. Diese Freiheiten aber fürchtet Putin am allermeisten. Es wäre die Grundlage für den Untergang seiner erbarmungslosen Herrschaft. Frau Vieregge wies darauf hin, dass eine Demokratie kein Selbstzweck ist. Eine Demokratie muss von allen aktiv gestaltet, gelebt und schließlich auch verteidigt werden.

Pastor Mellies machte an einer Geschichte aus dem Alten Testament deutlich, wie gefährlich es ist, wenn ein Volk alle Macht in den Händen eines "starken Mannes" zulässt, statt den Weg eines demokratischen Miteinanders zu wählen. Diesen "starken Mann" wieder loszuwerden, ist fast unmöglich, und in dem Kontext appellierte Pastor Mellies an unsere Solidarität auch mit den mutigen Menschen in Russland, die sich trotz aller Repressalien Putin und seinem Regime Tag für Tag auf der Straße entgegenstellen. Den Menschen bei uns, die in der Corona-Krise so leichtfertig den Begriff "Diktatur" in den Mund genommen haben, empfahl der, den Blick auf Russland zu richten und zu erkennen, was Diktatur wirklich bedeutet.

 

Mit der Aufforderung an den russischen Diktator, den blutigen Krieg gegen die Ukraine zu beenden und mit seinen Soldaten und Söldner in die jeweiligen Heimatländer zurückzukehren, endete die Demonstration.